Glossar
Diese Seite hält fest, wie zentrale Begriffe in dieser Publikation verwendet werden – nicht, was sie allgemein bedeuten. Sie ist Arbeitsinstrument und dient zur Dokumentation von Veränderungen und Erweiterungen der verwendeten sowie entwickelten Terminologie über die Zeit.
Digitalisierung
Der Prozess, in dem Kommunikation und damit Gesellschaft auf berechenbare Formen umgestellt werden. Prozessbegriff, kein Zustand. Nicht gemeint ist die verbreitete Verwaltungsbedeutung („Akten werden eingescannt”, „Formulare gehen online”) – diese Vorgänge sind Symptome, nicht der Gegenstand.
Digitalität
Grenzbegriff für den Zustand, auf den der Prozess der Digitalisierung zuläuft. Regulativ verwendet, nicht deskriptiv: ein Horizont, an dem sich Beobachtungen ausrichten lassen, kein erreichter oder erreichbarer Endzustand. Ausdrücklich keine Teleologie – der Prozess zeigt in eine Richtung, hat aber nicht notwendigerweise ein Ziel.
Gesellschaft
Im systemtheoretischen Sinn: das umfassende System aller Kommunikation. Konsequent Singular. Nationale, kulturelle und regionale Unterschiede sind Differenzen innerhalb dieser einen Gesellschaft – erst deshalb kann China als Spiegel dienen und nicht bloß als Vergleichsfall.
Die drei Stufen der Digitalisierung
Ordnungsraster des Projekts, keine historischen Epochen – die Stufen überlagern sich.
Stufe 1: Digitalisierung der Kommunikation. Kommunikation wird berechenbar, speicherbar, verteilbar.
Stufe 2: Automatisierung der Kommunikation. Kommunikation entsteht ohne menschlichen Autor (generative Systeme).
Stufe 3: Rückkehr ins Physische. Berechnung greift wieder auf die materielle Welt zu (Physical AI, Robotik, Sensorik).
Zuletzt geändert: 15.08.2026. Ergänzungen und Präzisierungen werden mit Datum im jeweiligen Eintrag versehen.
